Indikationen
starke und stärkste Schmerzen NRS ≥ 6
keine Anwendung, wenn:
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
schwere Bewusstseinsstörung – Sopor, Koma
Atemdepression
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- /Risiko-Abwägung, wenn:
Bewusstseinsstörung – Somnolenz
Schwangerschaft, Stillzeit
obstruktive Atemwegserkrankungen
Myasthenia gravis
Phäochromozytom
obstruktive Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, Ileus
Epilepsie
Opioidabhängigkeit / Substitution mit Methadon
Altersbegrenzung
keine Anwendung bei Kindern < 21 kg KG (ca. 6 Jahre)
Durchführung / Dosierung
Erwachsene: 2 mg fraktioniert, langsam intravenös – alle 3 - 4 Minuten
Kinder 0,05 mg/kgKG – alle 3 - 4 Minuten
Maximaldosis 10 mg
unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) / Risiken
Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
Atemdepression, Hypoventilation
Blutdruckabfall, Bradykardie
Benommenheit, Schwindel, Euphorisierung
Miosis
Histaminausschüttung
anticholinerge Wirkung
Überdosierung / Gegenmaßnahmen
Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
Kommandoatmung anwenden
bei Abfall der SpO2 : Sauerstoff applizieren
assistierte Beatmung (Beutel-Maske-Beatmung): BPR Atemwegsmanagement
bei Übelkeit und Erbrechen: SAA Dimenhydrinat
Besonderheiten
Insbesondere beim ACS zur Vorlastsenkung und Sedierung gut geeignet
langsame Applikation vermindert Übelkeit
Wirkungsverstärkung und erhöhtes Risiko von Atemdepression in Kombination mit Alkohol
Drogenkonsum / zentral dämpfenden Medikamenten (Benzodiazepine o.ä.)Ampullen mit unterschiedlichen Konzentrationen im Handel