Intramuskuläre Injektion

Indikationen / Symptome

Kontraindikationen

  • Kreislaufstillstand oder manifester Schock anderer Genese

  • Infektion oder eingeschränkte Durchblutung an der Punktionsstelle

  • paretische, verletzte oder (vor-) geschädigte Extremität

Alternativen

  • Bucale, rectale oder intranasale Gabe

  • intravenös (Achtung: angepasste Dosierung)

  • intraossär (Achtung: angepasste Dosierung)

  • Verzicht auf Maßnahme bis Eintreffen NA

Aufklärung / Risiken

  • versehentliche intravasale / subkutane Injektion

  • Blutung

  • Hämatom / Entzündung

  • Gefäß- / Nervenverletzungen

  • Weichteilschäden

Einwilligung

  • Aufklärungsumfang nach Dringlichkeit der Maßnahme

  • Einwilligung gemäß dem geäußerten oder mutmaßlichen Pat.-Willen

  • kein schriftliches Einverständnis erforderlich

  • Dokumentation im Einsatzprotokoll notwendig

Durchführung

  • Aufsuchen der Punktionsstelle: mittleres Drittel lateraler Oberschenkel, ggf. Oberarm

  • Punktionsort ausreichend reinigen und desinfizieren

  • Spannen der Haut am Einstichareal / Pat. soll Muskel nicht anspannen

  • Punktion senkrecht

  • langsame Injektion – bei Widerstand (z. B. Knochen) – Nadel etwas zurückziehen

  • nach Injektion: rasches Herausziehen und Kompression der Einstichstelle mit steriler Kompresse

  • Pflasterverband

Erfolgsprüfung

  • keine Schwellung

  • keine Blutung

  • keine Dysästhesien

  • gewünschte pharmakologische Wirkung verabreichter Medikamente

Gegenmaßnahmen

  • Abbruch bei Komplikationen

  • ggf. Druckverband

Verlaufskontrolle

  • pharmakologischer Effekt verabreichter Medikamente

  • keine Schwellung

Anmerkungen

  • geeignete Größen von Einmalkanülen:

    • Stärke: 18 G / 19 G / 21 G / 22 G

    • Länge: 25 bis 70 mm