Externe Schrittmacheranlage

Indikationen / Symptome

  • Bradykardie mit hämodynamischer Instabilität und Bewusstlosigkeit

Kontraindikationen

  • technische Unmöglichkeit der Anlage

  • absolute Intoleranz durch den Pat.

  • bewusstseinsklarer Pat. mit klinischer Stabilität trotz Bradykardie

Alternativen

  • bei vital bedrohlicher Bradykardie ggf. CPR notwendig

Aufklärung / Risiken

  • bei korrekter Indikation keine vorherige Aufklärung möglich

Einwilligung

  • gemäß dem geäußerten oder mutmaßlichen Pat.-Willen

  • kein schriftliches Einverständnis erforderlich

  • Dokumentation im Einsatzprotokoll notwendig

Durchführung

  • Brustkorb sauber, trocken und haarfrei im Elektrodenbereich

  • Inspektion auf evtl. implantierten Schrittmacher / ICD (Abstand wahren)

  • Elektroden in anterior-posteriorer Position oder rechts-pectoral-apical kleben

  • möglichst Demand-Modus verwenden

  • Frequenzeinstellung 70 /min

  • Stimulationsenergie zu Beginn 25 mA (Milliampere)

  • zügige Steigerung der Stimulationsenergie um jeweils 10 mA, bis jede Stimulation mit einer Herzaktion beantwortet wird (durchgehende Captures im EKG und tastbare Pulswelle)

  • Stimulationsenergie nochmals um 15 mA steigern (Sicherheitsüberschuss)

  • gerätespezifische Besonderheiten beachten

  • situationsgerechte Analgesie gemäß BPR „Schmerzen“ (analog zu ACS)

Erfolgsprüfung

  • sicheres Auslösen von Captures, Anstieg der Herzfrequenz

  • tastbare Pulse analog zu Captures

  • verbesserte Hämodynamik und neurologische Situation

  • akzeptable Schmerzsituation

Gegenmaßnahmen

  • Überprüfung und ggf. Wechsel der Elektrodenposition bei ineffektiven Stimulationsversuchen

Verlaufskontrolle

  • regelmäßige Reevaluation des Patientenzustandes

  • Schmerzkontrolle

  • komplettes Monitoring der kardiorespiratorischen Situation

  • dauerhafte EKG-Überwachung der Stimulationsantwort (Captures + Puls)

Anmerkungen

  • Captures: elektrische Stimulation durch Schrittmacher wird durch elektrische Herzaktion beantwortet

  • immer Prüfung der Auswurfleistung