Begriffsbestimmung

Notfalltransport S cene S afety S ituation S upport Beförderung von Notfallpatienten/innen unter fachgerechter medizinischer Betreuung in eine Einrichtung, die für die weitere Behandlung geeignet ist. S cene: Örtlichkeit? Zugänglichkeit? Andere Einsatzkräfte vorhanden? Anzahl der Patienten? S afety: Erkennbare Gefahren? Auf Eigen– und Fremdgefährdung achten! Schutzkleidung nutzen! S ituation: Was ist passiert? Unfallmechanismus? Krankheitsbild? S upport: Werden weitere Einsatzkräfte benötigt? Rechtzeitige Nachalarmierung! Ggf. Lagemeldung auf Sicht! Ersteindruck und Erstuntersuchung Ersteindruck: beschreibt die sofort sichtbaren Zeichen einer vitalen Bedrohung Erstuntersuchung: erfolgt anhand des ABCDE-Schemas und einer nonapparativen Diagnostik Spricht normal ohne Stridor? Als Stridor wird ein hörbares Atemgeräusch bezeichnet, welches infolge einer Verengung der Atemwege entsteht. Es kann sich pfeifend oder zischend anhören. Normofrequente Atmung Als normofrequente Atmung wird eine Atemfrequenz zwischen 10 – 20 Atemzügen pro Minute bezeichnet. Beachte veränderte Atemfrequenz bei Kindern. Puls peripher gut tastbar, normofrequent? RR normoton? Als normofrequenter Puls wird eine Pulsfrequenz zwischen 60 – 80 Schlägen pro Minute bezeichnet. Beachte veränderte Frequenz bei Kindern. Als normotoner Blutdruck (RR) wird ein Wert zwischen 140-100/80-60 mmHg bewertet. Beachte veränderte Werte bei Kindern. GCS, Pupillen Motorik, Sensorik Verhalten normal? Neurologie · Vigilanz · Erheben der GCS · Erheben des Pupillenstatus · Hemisymptomatik · BEFAST: Balance, Eyes, Face, Arms, Speech, Time · Blutzucker Extremitäten · Durchblutung, Motorik, Sensorik · im Seitenvergleich jeweils obere und untere Extremität Schmerzen NRS < 5? Patient hat Schmerzen NRS <5 und ist gehhig bzw. lagerungsfähig, so ist die Transportfähigkeit gegeben. Ein RTW wird optional nachgefordert, wenn die notwendige Tiefe der Analgosedierung, den KTW als Transportmittel ausschließt. Transport Die Besatzung des KTW stellt die Transportfähigkeit des Patienten/der Patientin her und transportiert ihn/sie in das nächstgelegene, geeignete Krankenhaus. Dokumentation & Übergabe in der Rettungsstelle Achtung: N-KTW Einsätze ziehen immer die Eröffnung und Anwendung eines „Rettungsdienstprotokolls“ nach sich! Inhalte der Dokumentation im Einsatzprotokoll · Notfallsituation · Anamnese, Fremdanamnese, ggf. Unfallhergang · Untersuchungsergebnisse / Befunderhebung · Aufklärung und Einwilligung des Patienten · Maßnahmen / Versorgung · Verlaufsprotokoll · Komplikationen und Bemerkungen · Sachwerte des Patienten · ggf. Rückrufnummer / Angehörige Hinweis zur RTW-Nachforderung: Das Über- oder Unterschreiten hier benannter Normwerte bedeutet nicht automatisch, dass ein RTW nachgefordert werden muss. Wiederum schließt ein Einhalten der Normwerte nicht automatisch die Nachforderung eines RTW aus. Die Entscheidung über die Hinzuziehung eines RTW muss immer in der konkreten Einsatzsituation individuell vom RettSan getroffen und verantwortet werden. In die Entscheidung einzubeziehen sind der aktuelle Patientenzustand, die Vorerkrankungen und Risikofaktoren der Patienten (individuelles Risikoprofil) sowie die Gesamtsituation am Einsatzort. Ein zeitlicher Vorteil beim Erreichen des nächstgelegenen geeigneten Zielkrankenhauses ist zu berücksichtigen, darf jedoch niemals das einzige Entscheidungskriterium sein.