Erläuterungen
Erläuterungen zu den einzelnen Teilaspekten von SINNHAFT!
Allgemein
Stakkatoartiger Übergabestil mit expliziter Nennung der einzelnen Teilaspekte, die jeweils den nächsten Übergabeschritt einleiten.
Liegen Informationen nicht vor, so sollte dieser Sachverhalt bei der Übergabe mitgeteilt werden.
Notfallpriorität
Ein Problem im Rahmen des CABCDE-Schemas (z. B. „C-Problem") ist dann zu übergeben, wenn Maßnahmen zur Behebung erforderlich waren bzw. noch sind.
Damit verbunden ist die Erwähnung aller pathologischen Vitalparameter und Untersuchungsbefunde.
Existiert kein A-E Problem und liegen alle Vitalparameter im physiologischen Normbereich, so kann dies mit dem Wortlaut „kein A-E Problem" und „unauffällige Vitalparameter" übergeben werden .
Pathologische Vitalparameter, ohne Bezug zum vorliegenden Krankheitsbild (z. B. BZ: 300mg/di bei Supinationstrauma des OSG) sollen bei der Übergabe erwähnt werden.
Begleitverletzungen im Rahmen des Bodychecks und additive Maßnahmen (z. B. Analgesie, Wärmemanagement) werden unter „E" aufgeführt.
Handlung
Durchgeführte Handlungen sollten immer direkt an die entsprechende Notfallpriorität gekoppelt sein. Liegt also ein „A-Problem" vor, so sollte im gleichen Kontext die zugehörige Handlung übergeben werden, bevor dann zu „B" übergegangen wird.
Anamnese
Allergien, Medikation und Vorerkrankungen sind mündlich zu übermitteln, wenn sie im direkten Zusammenhang mit der/den Behandlungspriorität/en (cABCDE) stehen und für die unmittelbare/lebensrettende Versorgung von Bedeutung sind.
Für den Fall, dass bei einem Patienten keine Allergien und/oder Vorerkrankungen und/oder Medikation und/oder Infektion und/oder soziale Aspekte/Organisatorisches und/oder Besonderheiten vorliegen, sollte diese leere Anamnese in allen Bestandteilen (ggf. zusammenfassend) dennoch bei der Übergabe erwähnt werden.
Gleiches gilt bei Infektionsverdacht oder bestätigten Infektionen, wenn diese Auswirkungen auf die Infrastruktur des aufnehmenden Krankenhauses haben (z. B. Isolierung) oder eine Gefährdung für das aufnehmende Personal mit sich bringen.
Soziale Aspekte (z. B. Patientenverfügungen, häusliche Gewalt etc.).
Besonderheiten (z. B. Ablehnung einer Transfusion als Zeuge Jehovas oder DNR / DNI).
Fazit
Wenn fehlerhafte Rekapitulation durch ZNA, dann sofortige Korrektur durch RD.